Contenido, Typo3 oder Joomla

Fragen zur Installation von CONTENIDO 4.9? Probleme bei der Konfiguration? Hinweise oder Fragen zur Entwicklung des Systemes oder zur Sicherheit?
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Luesch1
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Contenido, Typo3 oder Joomla

Beitrag von Luesch1 » Mo 17. Dez 2007, 20:15

Hallo,
wahrscheinlich ist diese Frage eigentlich ziemlich blöd. Aber könnte mir mal jemand einen Tipp geben.

Ich möchte ein Informationsportal starten, weiß jetzt aber nicht wo es später mal hingehen soll. Könnte mir jemand einen Tipp geben welches CMS geeigneter ist. Contenido, Typo3 oder Joomla?

Mit Contenido kenne ich mich schon ein bischen aus, ebenso mit Joomla von Typo3 habe ich so gut wie gar keine Ahnung.

Pros und Contras

Pro Contenido:
- kenne ich
- finde ich leicht zu bedienen
- würde mir zunächst auch reichen

Contra Contenido:
- sehr begrenzte Anzahl von Modulen
- weiß nicht ob es für die Zukunft reicht

Pro Joomla
- sehr große Auswahl an Modulen und Erweiterungen
- Community fähig

Contra Joomal
- nur ein Template für eine Seite möglich
- Module mit Autorennennung im Fuß :(
- Module schlecht ans Layout anpassbar

Pro Typo3
- große Auswahl an Modulen
- Module (wahrscheinlich) besser anpassbar als bei Joomla

Contra Typo3
- kenne ich überhaupt nicht
- sehr großer Aufwand sich da reinzuarbeiten (lohnt das?)

Ich glaube so richtig kann mir da keiner helfen aber für eure Meinungen bin ich sehr dankbar.

Gruß
Andreas

kummer
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Beitrag von kummer » Di 18. Dez 2007, 09:03

ich möchte nun gar nicht erst versuchen, einen tipp abzugeben. aber hinsichtlich der verfügbaren module scheint mir contenido in der tat nicht hintenanzustehen. die frage ist weniger, wieviele module du hast, sondern, ob du diejenigen, die du brauchst, auch finden kannst.
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pulk
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Beitrag von pulk » Di 18. Dez 2007, 11:14

ich persönlich würde für ein neues projekt weder joomla noch contenido einsetzen.
klar, mit typo3 mußt du dich mal auseinandersetzen, was schon seine zeit dauern kann, aber dann ist ziemlich alles möglich.

aber grundsätzlich ist "Informationsportal" schon mal eine sehr vage projektbeschreibung ;)

Luesch1
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Beitrag von Luesch1 » Di 18. Dez 2007, 11:36

@kummer
Ich habe hier im Forum gesehen, dass es schon Ansätze gibt die ganzen Module, die hier im Forum gepostet werden, in ein Repository einzepflegen. Das finde ich auch wichtig im Bezug auf die Popularität von Contenido. Meiner Meinung nach wird Contenido im Bezug auf vorhande Möglichkeiten (insbesondere von nicht Programierern) unterschätzt.

@pulk
Vielen Dank für deine Einschätzung. Dann muss ich wohl in den sauren Apfel beissen und mich in Typo3 einarbeiten.

kummer
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Beitrag von kummer » Di 18. Dez 2007, 12:15

typo3 ist sicher ein gutes produkt. aber was heisst schon, es sei 'alles möglich'. mit jedem erweiterbaren system (und das trifft auch auf contenido zu) ist immer 'alles' möglich - vorausgesetzt, man kann programmieren. das ist bei typo3 tatsächlich alles andere als einfacher.

zwischen den zeilen glaube ich zu lesen: ich möchte möglichst einfach einen ganz grossen baukasten, mit dem ich dann ein portal zusammenbasteln kann. das soll nun nicht despektierlich klingen - aber so ungefährt tönt es. da darfst du dich einfach nicht durch den umfang bestehender erweiterungen blenden lassen. ich möchte - wie bereits gesagt - keinen tipp abgeben. eines kann man allerdings sicher sagen: einfacher wirst du es mit typo3 nicht haben. hier gilt es umfang und komplexität gegeneinander abzuwägen.

bei typo3 hast du eine grössere community und mutmasslich mehr verfügbare plugins. der aufbau der anwendung ist modularer. für programmierer bietet es bessere möglichkeiten, wiederverwendbaren code zu erstellen. für den endbenutzer (und auch für den entwickler) ist es jedoch wesentlich anspruchsvoller.

bei contenido hast du ein gut gearbeitetes backend, das insbesondere dem endkunden entgegen kommt. keiner meiner kunden hat mühe, sich schnell mit contenido zurecht zu finden. die erweiterbarkeit durch die programmierung von modulen und von plugins setzt dem system keine prinzipiellen grenzen, die nicht auch für jede andere web-anwendung gelten würden.
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Beitrag von pulk » Di 18. Dez 2007, 12:35

bisschen offtopic:
mir ist einfach die entwicklung (od. eben auch nichtentwicklung) bei contenido immer schon mehr ein dorn im auge gewesen als jetzt unbedingt die technischen möglichkeiten.
da bin ich genauso auch bei joomla enttäuscht gewesen.

und im gegensatz einfach bei typo3 mal positiv überrascht gewesen, klare roadmap, legacy versionen, security team, viele agenturen die das produkt auch finanziell unterstützen,....

trotzdem gibt es einfach nicht das perfekte cms für alles, für viele kleine sachen nehm ich z.B. jetzt wordpress, weil das einfach oft reicht von dem was gefordert wird.
ich würde aber niemanden empfehlen einfach so mal typo3 zu nehmen, ohne darauf hinzuweisen das sich da die einarbeitung schon eher über monate zieht als tage.

kummer
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Beitrag von kummer » Di 18. Dez 2007, 12:59

eben. wir sind offenbar einer meinung... 8)
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Beitrag von Luesch1 » Di 18. Dez 2007, 19:02

Da ich aber nur sehr begrenzt PHP Programieren kann, was auf jedenfall nicht reicht mir eigene Module zu programmieren, muss ich wohl doch auf Typo3 zurückgreifen. Was ich eigentlich schade finde, da mir Contenido vom Handling her besser gefällt.

Ach gäbe es doch nur mehr Module (Möglichkeiten) und würde mehr an Contenido entwickelt (kleiner Wink an 4fb :wink: )... schade eigentlich. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig als auf Typo3 zu setzen.

i-fekt
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Beitrag von i-fekt » Di 18. Dez 2007, 19:29

^_^
Zuletzt geändert von i-fekt am Do 21. Okt 2010, 11:58, insgesamt 1-mal geändert.
Gruss,
Michael

"Keep on riding this Bike!" (Jackson Mulham)

kummer
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Beitrag von kummer » Di 18. Dez 2007, 21:36

da kann ich nur beipflichten. ohne programmierkenntnisse kriegst du mit typo3 gar nichts gebacken.
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silicone
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Beitrag von silicone » Mi 19. Dez 2007, 11:49

kummer hat geschrieben:da kann ich nur beipflichten. ohne programmierkenntnisse kriegst du mit typo3 gar nichts gebacken.
AMEN!

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Beitrag von kummer » Mi 19. Dez 2007, 12:02

so apodiktisch hat das eigentlich nicht klingen sollen. aber ich denke in der tat, dass es sehr schwierig werden sollte, ein portal aufzubauen, wenn man keine programmierkenntnisse hat. das gilt, denke ich, ganz generell. bei typo3 kommt einfach hinzu, dass die lernkurve nicht wirklich steil ist. das spricht nicht grundsätzlich gegen das system. aber der einstieg ist wohl schwieriger. nach meiner erfahrung gilt das in besonderem masse für die endkunden. und dort kann ich eben keine zugeständnisse machen, sonst habe ich unzufriedene kunden.
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Typo3 - trügerische Vielfalt an Modulen

Beitrag von goz2008 » Mo 5. Jan 2009, 16:17

Ausserdem darf man sich nicht von der Vielzahl an Extensions blenden lassen. Viele sind schlecht programmiert und bedürfen Nachbesserung und schiessen Dir im schlimmsten Fall die DB oder Site ab. Selbst zum Glück noch nicht erlebt, aber diverse Kollegen, die diese bittere Erfahrung bereits gemacht haben...


Luesch1 hat geschrieben:Da ich aber nur sehr begrenzt PHP Programieren kann, was auf jedenfall nicht reicht mir eigene Module zu programmieren, muss ich wohl doch auf Typo3 zurückgreifen. Was ich eigentlich schade finde, da mir Contenido vom Handling her besser gefällt.

Ach gäbe es doch nur mehr Module (Möglichkeiten) und würde mehr an Contenido entwickelt (kleiner Wink an 4fb :wink: )... schade eigentlich. So bleibt mir wohl nichts anderes übrig als auf Typo3 zu setzen.

McHubi
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Re: Contenido, Typo3 oder Joomla

Beitrag von McHubi » Do 6. Aug 2009, 13:59

Tja. TYPO3. Das "Flaggschiff".

Habe seit einem guten Vierteljahr das "Vergnügen", mich beruflich mit dem cms rumzuschlagen. Zumindest diese Version (updates wurden von der Agentur immer durchgeführt) ist total verkorkst. Da sei nur einmal das Real-URL-Management erwähnt. Funktioniert hinten und vorne nicht. Die restlichen Extensions erspar ich mir.

Der Editor: zur Verfügung steht mir der TinyRTE (neueste Version). Leider Gottes nicht der TinyMCE, wie ihn Contenido bietet. Der RTE hat nur rudimentäre Funktionen und vergibt und streicht zum Beispiel wahllos Parts im href-Part von Links, manchmal funktionieren Links gar nicht. An das Einbinden eines Acronyms ist gar nicht zu denken. Kennt das Dingen nicht. Schreibt die tags aus.... - Das Einbinden von Bildern ist ein Graus, zum Beispiel muss für die Eingabe eines Alternativtextes erst einmal das Bild eingebunden werden um dann die Eigenschaften bearbeiten zu können. Der MCE macht's komfortabel in einem Arbeitsgang. Die Zuordnung von CSS-Klassen für bestimmte Elemente ist häufig nur im Quellcode/ der HTML-Ansicht möglich, die - wie beim gaaaanz alten TinyMCE nicht mal vernünftige Zeilenumbrüche zum Beispiel nach </P> kennt und den gesamten Quellcode hintereinander weg darstellt. Soviel Übersicht wünscht man sich. :mrgreen:

Der TinyMCE soll aber lt. diverser Foren auch in TYPO3 implementiert werden können. Soll. Geht aber anscheinend nicht. Oder zumindest will ihn "diese" TYPO3-Installation nicht.

Nochmal zu einer extension, die eine Artikelliste darstellen soll. Sie besteht aus sage und schreibe 10 einzelnen php-Files und 8 xml-Files - die, weiß der Himmel warum, auch noch ellenlang und miteinander mehrfach verschachtelt sind. Bei so einem wilden Zusammengebastel ist das vollkommen klar, dass TYPO3 als "schwierig" gilt. Da lobe man sich die Article-List Advanced für Contenido. Die ist nicht nur übersichtlicher, leichter zu verstehen und anzupassen - sie kann vor allem auch wesentlich mehr.

Sämtliche Versuche der Agentur das "Flaggschiff" auf Vordermann zu bringen schlugen fehlt.

Es mag natürlich an einer verhunzten Installation und Konfiguration des TYPO3 liegen - aber allein wenn ich mir ein CMS für einen "normalen" Redakteur aussuchen sollte: 100% Contenido.

Darüber hinaus wüsste ich nicht, wo die Grenzen von Contenido liegen. TYPO3 soll ja auch für "große" Websites geeignet sein, Contenido nur bis "mittlere". Aber wo die Grenze ziehen? Wenn man bei Contenido die Grenzen von Templates und Modulen verlässt und Plugins erstellen kann oder Ahnung vom Contenido-Core hat, wüsste ich nicht warum Seite X nur mit TYPO3 machbar wäre. Denn da, wo es bei einer Umsetzung mit Contenido ins Eingemachte gehen würde, befindet man sich bei TYPO3 schon lange mittendrin. Und leichter wird's dadurch erst recht nicht. Und das mit Contenido einiges möglich ist, beweisen die Referenzen auf contenido.org.

Den einzigen Vorteil von TYPO3, den ich in der ganzen Zeit entdecken konnte, ist, dass ein Artikel aus mehreren Elementen bestehen kann - ohne sie vorher in einem Template festlegen zu müssen - die auch in der Reihenfolge schnell mal getauscht werden können. Das war's aber schon.

Beim Rest hat Contenido die Nase vorn und das teils um Längen!

Da freut man sich auf den Feierabend um als Kleinunternehmer Websites mit Contenido zu erstellen.
seamless-design.de
"Geht nicht!" wohnt in der "Will nicht!"-Strasse.

Das Handbuch zur Version 4.10: CONTENIDO für Einsteiger (4.10)

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